Beliebter Ausflugsort mit Tradition

Im Jahre 1898 ließ der damalige Gastwirt Gempe am Waldrand der Gautzscher Spitze das prachtvolle Bauwerk errichten.
Dabei ging die Schankgerechtigkeit des ehemaligen Rittergutes auf das neu errichtete Forsthaus Raschwitz über.

Unmittelbar vor den Toren der Stadt Leipzig gelegen, war das Haus damals schon ein beliebtes Ausflugsziel für Generationen von Leipzigern und den umliegenden Orten.

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Verkehrsgünstige Lage an der Koburger Straße

Die Lage des Forsthauses erwies sich als günstig, denn die Koburger Straße war, zumindest zu Messezeiten, eine der Hauptverkehrsadern zwischen den deutschen Großstädten.

Doch selbst die Leipziger pilgerten zu Fuß durch die Auenwälder. Sie erwartete ein prächtiger Tanzsaal und inmitten herrlicher Bäume: das Gartenlokal.

Bereits 1902 konnte das Forsthaus mit der Straßenbahn erreicht werden.

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Folgen der Inflation – Wiedereröffnung 1927

Infolge der Inflation wurde das Grundstück im Jahre 1923 durch den damaligen Besitzer Paul Orlin verkauft.
Die hohen Räume wurden im Anschluss durch die Samenhandlung Rosenberg genutzt.

1926 erwarb die Engelhardtsche Brauerei das Gebäude. Die Straßenbahn gewährte eine Hypothek, so dass im Mai 1927 Paul Wuttke, Inhaber der Firma „Konditorei und Kaffee“ die Pforten des Forsthauses erneut öffnen konnte.

Fehlende Aufzeichnungen – DDR

Für die Zeit zwischen 1948 und 1990 sind keine dokumentarischen Aufzeichnungen vorhanden.
Jedoch wurde das Lokal in der DDR für zahlreiche Brigade- und Familienfeiern genutzt.

Nach der politischen Wende wurde das Lokal 1990 geschlossen.

Wiedereröffnung – 16.Oktober 1997

Nach einem Besuch in Markkleeberg verliebte sich der Münchner Architekt Peter Möckl auf den ersten Blick in das ehemalige Forsthaus und investierte, zusammen mit seinem Partner Herbert Reich, in rund 3 Jahren Bauzeit rund 6 Millionen Mark in die Renovierung.

Anlässlich des Markkleeberger Stadtfestes wurde mit Eröffnung des Gartenlokals die Bauphase offiziell abgeschlossen.